Allgemein

Unzulässiger Funkkopfhörer störte Düsseldorfer Flugfunk

Weil er den Flugfunk des Düsseldorfer Flughafens gestört haben soll, bekam ein 82-jähriger Bewohner eines Altenheims in Meinerzhagen (NRW) Besuch vom Prüf- und Messdienst (PMD) der Bundesnetzagentur.

Einer Meldung des Regionalportals com-on.de zufolge hatten Piloten beim Landeanflug auf den Düsseldorfer Flughafen festgestellt, dass ihre Kommunikation mit dem Tower durch Störungen beeinträchtigt wurde.

Die Flughafen-Verwaltung informierte die Bundesnetzagentur. Deren PMD suchte daraufhin großräumig das in Frage kommende Gebiet ab und wurde schließlich im mehr als 60 Kilometer entfernten Meinerzhagen fündig.

Als Störenfried entpuppte sich ein Billig-Funkkopfhörer der chinesischen Marke „Jelly Comb“, der auf einer (nicht näher genannten) Flugfunkfrequenz sendete und in Deutschland weder verkauft noch betrieben werden durfte. Der Sohn des 82-jährigen Heimbewohners hatte den Kopfhörer im Internet gekauft. Das Gerät wurde vom PMD sichergestellt.

Der Verkauf (das „Bereitstellen auf dem Markt“) und der Betrieb solcher Geräte können als Ordnungswidrigkeiten gemäß „Funkanlagengesetz“ bzw. „Telekommunikationsgesetz“ mit Bußgeld geahndet werden. Die Bundesnetzagentur will sich darum „kümmern“, dass der Kopfhörer nicht mehr weiter im Internet angeboten wird. Gegen den 82-jährigen „Betreiber“ wird voraussichtlich kein Ordnungswidrigkeitenverfahren eröffnet, weil er nicht vorsätzlich gehandelt hatte.

– wolf –

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UKW-Piratensender in Düsseldorf ausgehoben

 

 

Der Prüf- und Messdienst der Bundesnetzagentur hat am 2. März 2018 in Düsseldorf einen UKW-Piratensender ausgehoben. Das berichtet das Nachrichtenportal „report-D“.

Der automatisch betriebene Sender arbeitete auf der Frequenz 99,6 Mhz und sendete rund um die Uhr ein Musikprogramm. Die Anlage war war auf dem Dachboden eines Mehrfamilienhauses versteckt. Sie bestand aus einer Senderplatine mit nachgeschalteter PA (Sendeleistung unbekannt), einem RDS-Encoder (Kennung: „99,6 Hitzzz“), sowie einem PC, auf dessen Festplatten das Musikprogramm gespeichert war und über den die Steuerung des Senders und die Stromversorgung erfolgte.

Wie Bilder der Bundesnetzagentur zeigen, war die Anlage recht laienhaft aufgebaut. Über die Betreiber ist nichts bekannt. Die Bewohner des Hauses wollen von der Existenz der Anlage nichts gewusst haben.

Die Düsseldorfer Polizei war an der Aushebung offensichtlich nicht beteiligt. Der Meldung von „report-D“ zufolge sah sie „keinen Grund, Amtshilfe zu leisten“.

– wolf –

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Neues Mobilgerät „President Richard“ für April/Mai angekündigt

Die Firma President Electronics hat für April/Mai 2018 ein neues Mobilfunkgerät mit der Bezeichnung „President Richard“ angekündigt. Das berichtet der „President-Insider“ Simon Parker („Simon the Wizard“) in seinem Blog.

Bisher vorliegenden Informationen zufolge wird es sich beim „Richard“ um ein 10m/12m-Amateurfunkgerät handeln, der Frequenzbereich ist mit 28,000 bis 29,700 MHz und 24,890 bis 24,990 MHz angegeben. Es ist damit zu rechnen, dass das „Richard“ – wie bei Geräten dieser Art üblich – für den CB-Bereich erweiterbar sein wird.

President hatte bereits vor längerer Zeit schon mal ein Mobilgerät mit der Modellbezeichnung „Richard“ im Programm. Dabei handelte es sich um ein Gerät mit den Modulationsarten AM, FM und SSB. Das neue „Richard“ wird dagegen nur über AM und FM verfügen (kein SSB).

Technische Daten und weitere Infos zum „Richard“ können auf der President-Website unter http://t1p.de/pnxn eingesehen werden. Über den Preis des Geräts ist noch nichts bekannt.

– wolf –

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Vier Monate Haft ohne Bewährung wegen Abhörens des BOS-Funks

Das Landgericht Memmingen hat am 14. Februar 2018 einen Journalisten wegen des Abhörens von BOS-Funk-Aussendungen einer Freiheitsstrafe von vier Monaten ohne Bewährung verurteilt.

Der betroffene Journalist betreibt im Internet ein sog. „Blaulicht-Portal“ und war im August vergangenen Jahres wegen desselben Delikts und wegen übler Nachrede gegen einen ehemaligen Praktikanten vom Amtsgericht Memmingen zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten verurteilt worden (das Funkmagazin berichtete). Gegen das Urteil des Amtsgerichts hatten sowohl der Betroffene als auch die Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt.

Im jetzigen Berufungsverfahren wurde der Journalist vom ursprünglichen Vorwurf der üblen Nachrede freigesprochen. Das Gericht sah es jedoch als erwiesen an, dass er analoge Alarmierungsmeldungen des örtlichen BOS-Funks empfangen und ausgewertet hatte.

Weil der Angeklagte bereits etliche Vorstrafen wegen verschiedener Delikte aufwies, befand das Gericht, dass eine Geld- oder Bewährungsstrafe nicht mehr möglich ist.

Anmerkung der FUNKMAGAZIN-Red.:
Verstöße gegen das in 
§ 89 TKG festgelegte „Abhörverbot“ stellen nach wie vor eine Straftat dar – nicht (wie manchmal fälschlich angenommen wird) „nur“ eine Ordnungswidrigkeit. Seit einer Gesetzesänderung im November 2016 fallen unter den Begriff des „Abhörens“ nicht nur Sprachaussendungen, sondern auch nonverbale Aussendungen wie Datenfunk.

– wolf –

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Antwort der Bundesnetzagentur auf die RTA-Stellungnahme

Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat am 30. Januar 2018 auf eine Stellungnahme des „Runden Tisches Amateurfunk“ (RTA) zum Vorhabenplan der Behörde geantwortet (das Funkmagazin berichtete über die RTA-Stellungnahme).

Der RTA hatte insbesondere die seiner Auffassung nach unzureichende Bearbeitung von Funkstörungen durch die BNetzA beanstandet.

Die BNetzA erklärte dazu, es werde „generell (…) jeder Störung nachgegangen und die Situation vor Ort untersucht“. Die Behörde habe „allerdings auch den erheblichen Aufwand, den jede Störungsbearbeitung verursacht, mit in Betracht zu ziehen“. Das gelte insbesondere, „wenn von einer Person mehrere Störungsmeldungen ausgehen, die sich aufgrund einer gezielten Suche nach hohen Störpegeln ergeben haben“. In diesen Fällen gebe es „nicht immer einen tatsächlich von der Störung Betroffenen, was bei der weiteren Bearbeitung mit zu berücksichtigen“ sei.

Zu rechtlichen Bedenken hinsichtlich der Umsetzung von ITU-Vorgaben erklärte die BNetzA, dieses Thema werde „von Seiten der Funkamateure seit vielen Jahren in gleicher Weise vorgebracht“. Die Gerichte, einschließlich des Bundesverwaltungsgerichts, hätten die Maßnahmen der BNetzA „für ausreichend erachtet“. ITU-Empfehlungen – so die Behörde weiter – gäben „keine subjektiven Rechtsansprüche auf Umsetzung durch die deutsche Verwaltung“. Der Rechtsweg stehe „jedem offen, der sein Recht durch eine Maßnahme oder eine Unterlassung der BNetzA verletzt“ sehe.

Die Zahl der Störungsmeldungen habe in den letzten Jahren „trotz immer weiterer Verbreitung EMV-relevanter Produkte nicht zugenommen“.

Die Behörde nennt dazu folgende Zahlen:
Gemeldete Störungen durch LED: 86 im Jahre 2016, 53 im Jahre 2017;
gemeldete Störungen durch PLC: 33 (2016), 20 (2017):
gemeldete Störungen durch Kabellecks: 117 (2016), 83 (2017).

„Richtlinienkonforme Betriebsmittel (auch PLC-Modems)“ – so heißt es in der BNetzA-Antwort weiter – „können von jedermann betrieben werden“. Weder aus allgemeinen völkerrechtlichen Bestimmungen noch aus dem Grundgesetz lasse sich ein Einzelanspruch auf Herstellung einer bestimmten Empfangssituation in einer bestimmten Wohnung herleiten. Rundfunkempfang entwickele sich weg vom terrestrischen Empfang in Richtung Satelliten-, Kabel- und IP-TV; Kurz-, Mittel- und Langwelle würden zum Rundfunkempfang praktisch nicht mehr genutzt. Nahezu alle entsprechenden Inhalte könnten auch über Internet, Kabel und/oder Satellit empfangen werden; damit sei dem im Grundgesetz festgelegten Recht, sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrrichten, Genüge getan.

Zum Thema „Marktüberwachung“ führte die BNetzA aus, gegen „nicht richtlinienkonforme Betriebsmittel“ würden „markteinschränkende Maßnahmen“ erlassen; daneben könne ein Ordnungswidrigkeitenverfahren durchgeführt werden, die Bußgeldhöhe könne bis zu 100.000 Euro betragen. Die Forderung des RTA, ein „Exempel zu statuieren“, müsse zurückgewiesen werden; Maßnahmen der Behörde „müssten dem Einzelfall gerecht werden“.

Das „Forum Marktüberwachung“ habe in den letzten Jahren jährlich beim BMWi stattgefunden, zuletzt im Juni 2017. Die Vermutung des RTA, die letzte Veranstaltung dieser Art habe 2012 stattgefunden, sei nicht zutreffend.

Zum Thema „Standardisierung“ merkte die BNetzA an, das europäische „Neue Konzept“ („New Approach“) sehe „in Bezug auf Anforderungen an Produkte eine Arbeitsteilung zwischen staatlicher Rechtsetzung und Normung vor, die von privatrechtlich organisierten Institutionen durchgeführt“ werde. So heiße es in Art. 3 Absatz 1 des Beschlusses 768/2008/EG:
„In Bezug auf den Schutz öffentlicher Interessen beschränken sich die Harmonisierungsrechtsvorschriften der Gemeinschaft auf die Festlegung der wesentlichen Anforderungen, die das Schutzniveau bestimmen, und formulieren diese Anforderungen in Form von Ergebnissen, die zu erzielen sind.“

Daher – so die Behörde – sei es nicht möglich, „national eine bestimmte Technik (wie etwa PLC) zu verbieten“. Die BNetzA arbeite aufgrund des gesetzlichen Auftrags an der Standardisierung mit, „um das öffentliche Interesse zu vertreten“. Sie werde auch die Einführung neuer kabelgebundener Breitband-Technologien wie z.B. DOCSIS 3.1 „begleiten, ihre Störwirkung auf Funkdienste abschätzen und auf die Einhaltung der etablierten Grenzwerte dringen“. Solche Mitarbeit finde auch bei der EMV-Normung in den Bereichen kontaktloser Ladeeinrichtungen und LED-Leuchtmitteln statt.

Abschließend lud die BNetzA den RTA ein, die angesprochenen Themen in einem persönlichen Gespräch im Hause der BNetzA weiter zu erörtern.

Der vollständige Wortlaut des Antwortschreibens der BNetzA steht nur im Rahmen einer DARC-„Vorstandsinformation“ im geschlossenen Mitgliederbereich des Vereins zur Verfügung.

– wolf –

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Neue Allgemeinzuteilung für „Short Range Devices“ (SRD)

Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat am 24. Januar 2018 in ihrem Amtsblatt Nr. 02 /18 eine neue Allgemeinzuteilung für sogenannte „Short Range Devices“ (SRD) veröffentlicht.

Unverändert geblieben ist die Zuteilung des Frequenzbereichs 26,957 bis 27,283 MHz für SRD mit einer maximalen Strahlungsleistung von 10 Milliwatt ERP bzw. einer maximalen magnetischen Feldstärke von 42 dBµA/m in 10 Meter Entfernung.

Ebenfalls unverändert geblieben ist die Frequenzzuteilung für SRD im Frequenzbereich 433,050 bis 434,790 MHz (im 70-cm-Amateurfunkband) mit einer maximalen Strahlungsleistung von 10 Milliwatt ERP.

Die 10-kHz-Frequenzbereiche
26,990 bis 27,000 MHz,
27,040 bis 27,050 MHz,
27,090 bis 27,100 MHz,
27,140 bis 27,150 MHz und
27,190 bis 27,200 MHz
(also die sog. CB-„Zwischenkanäle“ 3A, 7A, 11A, 15A und 19A), die bisher von SRD mit einer Strahlungsleistung von max. 100 Milliwatt ERP und einem Arbeitszyklus von nur max. 0,1 % betrieben werden durften, dürfen jetzt auch von Modellfernsteuerungen mit einem Arbeitszyklus von 100 % betrieben werden.

Weitere geringfügige Änderungen betreffen vorwiegend Nutzungsbestimmungen für SRD-Anwendungen bei 860-MHz, die weder den CB-Funk noch den Amateurfunk berühren.

Die neue Frequenzzuteilung für SRD kann im Internet unter http://t1p.de/bs2h heruntergeladen werden.

– wolf –

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Schweiz: Konzessionspflicht für AFu soll aufgehoben werden

In der Schweiz soll die Konzessionspflicht für den Amateurfunkdienst aufgehoben werden. Das sieht ein Entwurf zur Änderung des schweizerischen Fernmeldegesetzes vor.

Im derzeitigen Schweizer Fernmeldegesetz ist geregelt, dass für die Nutzung des Funkfrequenzspektrums in der Schweiz grundsätzlich eine „Funkkonzession“ erforderlich ist. Die geplante Neufassung des Gesetzes sieht dagegen vor, dass das Funkfrequenzspektrum grundsätzlich „unter Einhaltung der Nutzungsvorschriften frei genutzt werden“ darf.

Davon wäre auch der eidgenössische Amateurfunk betroffen. (Im Gegensatz zu Deutschland gibt es in der Schweiz kein eigenständiges Amateurfunkgesetz.)

Die Schweizer Amateurfunk-Vereinigung USKA ist mit der geplanten Neuregelung nicht einverstanden. Bereits Ende März 2016 hatte die USKA In einer offiziellen Stellungnahme auf die Bedeutung des Amateurfunkdienstes hingewiesen und u.a. bemängelt, dass im Gesetzentwurf nicht ersichtlich sei, wie die künftige Verwaltung des Amateurfunkwesens erfolgen soll. Am 6. November 2017 fand dazu ein Hearing im Schweizer Bundeshaus statt, an dem auch eine Delegation der USKA teilnahm (Bericht unter http://t1p.de/6z09).

Einer Kurzmeldung in der Zeitschrift „Funkamateur“ zufolge wird für die Teilnahme am Amateurfunkdienst in der Schweiz weiterhin eine Fachprüfung sowie die Zuteilung eines internationalen Rufzeichens vorgeschrieben sein. Die von der USKA vorgebrachten Einwände gegen den Gesetzentwurf seien vergebens gewesen. Jetzt solle darin wenigstens noch eine Regelung zu Antennen untergebracht werden; die politischen Aussichten dafür seien allerdings „sehr eingeschränkt“.

Für den CB-Funk in der Schweiz wurde die Konzessionspflicht bereits Anfang 2013 aufgehoben (das Funkmagazin berichtete).

– wolf –

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Neuer CB-Funk-Winzling: „President Bill“

Nachdem CB-Funkgeräte in Miniaturbauweise wie z.B. das Albrecht AE 6110 vom Markt positiv aufgenommen wurden, hat jetzt auch President Electronics einen solchen CB-„Winzling“ angekündigt.

Das Gerät trägt die Bezeichnung „President Bill“. Gegenüber anderen CB-Miniaturgeräten verfügt das „President Bill“ über einige Besonderheiten: So ist in dem Gerät eine klassische sechspolige Mikrofonbuchse verbaut; Lautstärke und Rauschsperre lassen sich praxixgerecht über einen Doppelregler einstellen, die Kanalwahl erfolgt über einen Wippmechanismus rund ums Display und die Umschaltung der Modulationsart sowie die Einstellungen weiterer Betriebsfunktionen erfolgen über relativ großflächige Schaltflächen an den vier Ecken der Frontplatte. Auf dem Diplay werden neben dem gewählten Kanal und einem Balken-S-Meter auch die Frequenz und diverse Betriebszustände angezeigt.

Weitere technische Merkmale: Modulationsarten AM + FM (kein SSB), schaltbare europäische „Ländernormen“, President-ASC-Rauschunterdrückungssystem, „HI-CUT“-NF-Filter, ANL/NB-Filter, einstellbare Sendezeitbegrenzung, Buchse für ext. Lautsprecher, USB-Buchse zur Stromversorgung von Handys etc.

Der Straßenpreis des „President Bill“ wird derzeit mit knapp 100 Euro angegeben. Vorsichtige Schätzungen zum Liefertermin gehen von April 2018 aus.

– wolf –

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PLC-Störungen des CB-Funks: Kunden sollen sich selbst helfen…

 

Nach wie vor klagen CB-Funker über Störungen durch Powerline-(PLC-)Anlagen. Weil bei der handelsüblichen Powerline-Inhouse-Technik HF-Datensignale auf i.d.R. ungeschirmten bzw. unverdrillten häuslichen Stromleitungen übertragen werden, wirken diese Leitungen wie Antennen und strahlen breitbandige Störsignale aus, die insbesondere Funkanwendungen im Kurzwellenbereich erheblich stören können.

Um solche Störungen in Grenzen zu halten, gibt es die europäische „PLC-Norm“ EN 50561-1. Darin sind Frequenzbereiche festgelegt, in denen PLC-Signale ausgespart bzw. im Pegel abgesenkt („ausgenotcht“) werden müssen. Zu diesen sog. „ausgeschlossenen Frequenzbereichen“ gehört u.a. auch der CB-Frequenzbereich 26,960 bis 27,410 MHz (Kanäle 1 bis 40).

Hersteller von PLC-Geräten wie Devolo und AVM („Fritzbox“) versichern zwar, dass ihre in den Verkehr gebrachten aktuellen PLC-Geräte europäische Standards einhalten. Recherchen von engagierten CB-Funkern im Internet-Forum Funkbasis.de zeigen jedoch, dass bei zahlreichen im Handel erhältlichen PLC-Geräten zumindest die CB-Frequenzen nicht „ausgenotcht“ sind.

Die Betreiber von PLC-Geräten bemerken meist nicht, dass sie Störungen verursachen und stehen Beschwerden von Nachbarn oft verständnislos gegenüber.

Aus einem Schreiben des PLC-Herstellers Devolo an einen Betreiber eines den CB-Funk störenden Devolo-PLC-Adapters geht hervor, dass sich der Prüf- und Messdienst der Bundesnetzagentur direkt an den Hersteller des störenden PLC-Geräts (in diesem Falle Devolo) gewendet und Abhilfe gefordert hatte. Devolo bot dem Kunden daraufhin an, im Internet zwei Patches herunterzuladen und diese auf seinen PLC-Adapter aufzuspielen. Dadurch werde der „gängige untere und öbere Frequenzbereich“ des CB-Funks ausgeblendet. Ob der Kunde dies getan hat und ob die BNetzA die Wirksamkeit dieser Maßnahme überprüft hat. ist nicht bekannt.

Devolo kündigte außerdem an, dass man „voraussichtlich in diesem Jahr“ eine Firmware anbieten werde, die Störungen des CB-Funk-Bereichs „automatisch ausblendet“, so dass die Patches nicht mehr benötigt werden.

In einem anderen auf Funkbasis.de veröffentlichten Fall berichtet ein CB-Funker, Devolo habe ihm mitgeteilt, solche Nachbesserungen seien nur in weniger als10 Fällen pro Jahr erforderlich; sie würden seit 2003 praktiziert und hätten sich als „mit der Bundesnetzagentur abgestimmte Vorgehensweise bewährt und als Standard etabliert“.

Devolo teilte dem Funker weiterhin mit, der CB-Funk stelle „eine private, nichtkommerzielle Kommunikation dar“ und genieße daher keinen gesetzlichen Schutz vor Störungen durch andere Frequenznutzer“ wie z.B. Spielzeug, Garagentoröffner, Wechselsprechanlagen, Überwachungskameras oder Babyfone-Systeme. Dies gebe den Standpunkt der Bundesnetzagentur wieder und Devolo folge dem.

Anm. der Red.: Diese Darstellung geht am Thema „Störungen durch Powerline“ vorbei.

„Kein Schutz“ besteht nur gegenüber anderen Funkanwendungen, denen auch Frequenzen aus dem CB-Bereich zugewiesen sind und deren Nutzsignale mit denen des CB-Funks kollidieren (z.B. Funkanwendungen im ISM-Bereich)..

Powerline ist jedoch keine Funkanwendung, sondern ein kabelgebundenes Übertragungsverfahren. Ihm sind keine Frequenzen zur Nutzung im Funkspektrum zugewiesen, sondern es erzeugt aufgrund ungeeigneter Übertragungsmedien (ungeschirmte Stromleitungen) Störsignale im Funkbereich.

Vor solchen Störungen genießt CB-Funk denselben Schutz wie andere normale Funkanwendungen.

Hersteller AVM bietet für einen Teil seiner PLC-Geräte Tools an, mit denen weitergehende Änderungen wie der Umfang des auszunotchenden Frequenzbereichs und der Notchtiefe vorgenommen werden können.

Findige CB-Funker haben herausgefunden, dass die Tools und Patches von Devolo und AVM unautorisiert teilweise auch an Geräten der Konkurrenz funktionieren.

CB-Funker sollten Störungen des CB-Funk-Bereichs durch PLC- und andere Geräte unbedingt der Bundesnetzagentur melden. Die Störungsannahme der BNetzA ist rund um die Uhr unter
Tel. 04821 89 55 55
erreichbar. Störungen können auch E-Mail 
funkstoerung@bnetza.de gemeldet werden.

– wolf –

Funkstörungen, die nicht gemeldet werden, existieren offiziell nicht!

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