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Zeitlofs: Gemeinde strebt Schlichtung an – Funkgegner stellen Bedingung

Zeitlofs: Gemeinde strebt Schlichtung an – Funkgegner stellen Bedingung

fmfunkmagazin

Während sich der Gemeinderat der bayerischen Gemeinde Zeitlofs im Streit um eine Amateurfunkanlage um eine Schlichtung bemüht, stellen die Funkgegner eine Bedingung:. Sie fordern, dass Amateurfunk künftig nur mit Antennen außerhalb des Wohngebietes betrieben werden soll.

Die Gemeinde Zeitlofs war in die Schlagzeilen geraten, weil Bewohner des Ortsteils Roßbach seit Mitte vergangenen Jahres eine Kampagne gegen einen dort ansässigen Funkamateur führen. Sie werfen dem Funkamateur vor, die von seiner Amateurfunkanlage ausgehenden elektromagnetischen Felder seien eine Gesundheitsgefahr und die Antennen würden das Ortsbild „verschandeln“. Die Funkgegner stellten im Ort zahlreiche Schilder auf, auf denen gegen den Funkamateur polemisiert wird (das Funkmagazin berichtete mehrfach).

Am 4. August 2015 beschloss der Gemeinderat von Zeitlofs u.a., keine Beschränkungen für Antennenanlagen in Bebauungspläne und Gestaltungssatzungen der Gemeinde aufzunehmen. Vorausgegangen war eine Langzeit-Immissionsmessung durch die Bundesnetzagentur, die ergeben hatte, dass die Grenzwerte für elektromagnetische Felder im Ort nur zu einem verschwindend geringen Bruchteil ausgeschöpft werden.

Nun hofft der Bürgermeister, dass in der Gemeinde wieder Ruhe einkehrt. Man solle aufeinander zugehen, die rechtlichen Vorgaben akzeptieren und das gegenseitige Misstrauen beilegen. Scharfe Worte fand er für die Aufsteller der besagten Schilder. Dies sei „Schmiererei“, von der er sich als Bürgermeister deutlich distanziere.

Die Funkgegner im Ort knüpfen die Beendigung des Konflikts allerdings an eine Bedingung: Ein Wortführer der Funkgegner wird in der Lokalpresse mit den Worten zitiert, man sehe die Beschlüsse des Gemeinderates „als einen Schritt auf dem Weg zu einer einvernehmlichen Lösung“. Von den „Amateurfunkern“ werde im Gegenzug erwartet, dass sie „ihr Fachwissen und die technischen Möglichkeiten (…) nutzen, um die Antennen aus dem Wohngebiet zu beseitigen und trotzdem noch funken zu können“.

Der betroffene Funkamateur bezeichnete diese Forderung als „völlig inakzeptabel“. Seine Anlage erfülle alle gesetzlichen Vorgaben. Es gebe keinen Anlass, die geltenden Grenzwerte in Frage zu stellen.

Die Vorgänge in Zeitlofs-Roßbach sind umfassend im Internet unter http://osthessenfunk.de/Aktuell/Zeitlofs.html dokumentiert.

– wolf –

© FM-FUNKMAGAZIN
www.funkmagazin.de

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