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Bundesnetzagentur veröffentlicht Tätigkeitsbericht 2014/2015

Bundesnetzagentur veröffentlicht Tätigkeitsbericht 2014/2015

fmfunkmagazin

Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat am 7. Dezember 2015 ihren „Tätigkeitsbericht Telekommunikation 2014/2015“ veröffentlicht.

Der 285 Seiten starke Bericht befasst sich in erster Linie mit der Regulierung, der Marktentwicklung und den Zukunftsperspektiven gewerblicher Telekommunikationsdienste.

Zum Thema Amateurfunk wird in dem Bericht angemerkt, dass im Jahre 2014 71 Amateurfunkprüfungen durchgeführt und 849 Amateurfunkzeugnisse erteilt wurden. Außerdem seien „ca. 1471 Amateurfunkzulassungen und weitere Rufzeichenzuteilungen aufgrund von Neuanträgen“ erfolgt.

Um den Schutz der Amateurfunk-Frequenzen zu gewährleisten – so heißt es in dem Bericht an anderer Stelle – habe die BNetzA „im Zeitraum Januar 2014 bis Juni 2015 20 Störungsmeldungen an ausländische Verwaltungen versandt“. Teilweise habe eine „Abschaltung bzw. Instandsetzung fehlerhaft arbeitender Sender im Interesse der Funkamateure“ erreicht werden können

In Frequenzbereichen oberhalb 50 MHz und um 70 MHz habe der Prüf- und Messdienst der BNetzA „wiederholt Beobachtungen mit dem Ziel vorgenommen, die Einhaltung von Auflagen bei der Nutzung der Frequenzbereiche durch Amateurfunkstellen zu überprüfen“.

Im Frequenzbereich 430 bis 440 MHz seien „praxisnahe Messungen zur Feststellung der passiven Störfestigkeit“ sog. „Funkschlüssel“ vorgenommen worden. Grund dafür seien Störungsfälle gewesen, bei denen „digitale bzw. analoge [Amateurfunk-]TV-Signale […] teilweise das Auf- und Verschließen von Fahrzeugen im unmittelbaren Umkreis des Senders unmöglich machten“. Die Ergebnisse sollen „Möglichkeiten für die zukünftige Reduzierung der Wahrscheinlichkeit einer solchen Störung aufzeigen“.

CB-Funk wird im Tätigkeitsbericht der BNetzA nicht erwähnt.

Insgesamt ist die Zahl der vom Prüf- und Messdienst vor Ort bearbeiteten Störungen nach Angaben der BNetzA „mit ca. 6000 Stück pro Jahr über die letzten Jahre gesehen relativ konstant“ geblieben. Zwar seien Störungen des Radio- und Fernsehempfangs wegen der Digitalisierung der Übertragungswege zurückgegangen. Dies werde jedoch durch eine „deutliche Zunahme“ der Störungen bei „elektrischen/elektronischen Anlagen und Geräten speziell bei DSL-Anschlüssen“ kompensiert. Für das Jahr 2015 seien für diesen Bereich ca. 1.500 Störungen prognostiziert worden. Das bedeute einen Zuwachs von mehr als 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Vergleich der Berichtszeiträume 2012/2013 und 2014/15 ergebe sich in diesem Bereich sogar eine Steigerung des Störungsaufkommens von fast 70 Prozent. Störungsursache seien dabei in den meisten Fällen defekte Netzteile, die „auf die DSL-Anschlüsse einstrahlen und dabei die Bandbreite deutlich reduzieren“.

Zur Marktüberwachung heißt es im Tätigkeitsbericht, dass der Prüf- und Messdienst „jährlich an mehr als 1.000 elektrischen Geräten bzw. Geräteserien messtechnische Prüfungen“ vornimmt. Die „nach wie vor hohe Auffälligkeitsrate der untersuchten Produkte“ belege die Wichtigkeit dieser Aufgabe. Genaue Angaben zu den störenden Geräten sind im Tätigkeitsbericht nicht enthalten.

Im Rahmen der jährlichen EMVU-Messkampagne hat die BNetzA dem Bericht zufolge im Jahre 2014 an 1.600 Messpunkten das HF-Spektrum untersucht und bewertet. Dabei sei festgestellt worden, dass die geltenden Grenzwerte bei allen untersuchten Messpunkten eingehalten werden.

Der vollständige „Tätigkeitsbericht Telekommunikation 2014/2015“ kann im Internet unter http://tinyurl.com/n9vj7ue heruntergeladen werden.

– wolf –

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Dieser Beitrag darf ungekürzt und mit Quellenangabe in nichtgewerbliche Medien (z.B. CB-Clubzeitungen, CB-Rundsprüche, CB-Packet-Radio) übernommen werden.

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